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über mich

Als Künstler schaffe ich lediglich einen Raum für gegenseitiges Verständnis. In meiner Arbeit, die zum einen sehr darstellend, erklärend und zum anderen sehr abstrakt und träumerisch daherkommt, verarbeite ich die Sorgen der Welt auf meine Art und Weise. Es kostet mich täglich eine extreme Kraft mich derart verletzlich und somit empfänglich dür diese Parameter zu machen.

Doch der starke Wille des Menschen, in Allem und Jedem etwas zu erkennen, treibt mich fortwährend an Dinge zu erschaffen die so noch nie gesehen wurden. Auf diesem Weg verleihe ich meiner Realität eine Stimme und ein Gewicht das nur ich erläutern kann. In den kritischen, traurigen und eher negativ behafteten Werken erschaffe ich einen Raum für Fragestellungen in unserer Gesellschaft. Mit den sehr positiven und optimistischen Arbeiten, welche sich stark von Liebe, Lust und Wärme nähren, schaffe ich einen Raum für Lösungsansätze. Früher dachte ich, heut zu Tage weiss ich, dass es zu jedem Bild eine Melodie, ein Klang oder einen Vogelgesang gibt. Auch wenn dieses Lied nie geschrieben oder dieser Text noch nie gehört wurde, besteht Er. Genau so gibt es zu jedem Lied ein Bild, Text, Tanz oder Geruch der durch das subjektive empfinden der Sinne des Einzelnen an Wert gewinnt. Jede Eruierung unserer Gefühle lässt uns dieses diffuse Netzwerk unserer Welt klarer und deutlicher erscheinen. Jede Kunst ist dialogfähig!

Anfang der 90er geboren in Zürich, doch konnte ich mich schon damals nicht mit nationalen Gefügen identifizieren. Ich weiss bis jetzt nicht, wie es sich anfühlt ein Schweizer zu sein trotz akribischer Pünktlichkeit und ausgeprägter Vorliebe für schmackhaften Käse. Früh habe ich schon entschieden nach obligater Schulzeit mich in die Arbeitswelt zu stürzen. Jedoch erreichte ich in den vier darauffolgenden Jahren der Ausbildung zum Schriftenmaler, die Kulmination schon sehr bald. Der fehlenden Kreativität wegen machte ich mich nebenbei selbstständig in der Grafik. Um die systematische Versteifung und den frühzeitigen Hirntot durch preussischen Leistungsdruck zu verhindern, kündigte ich alles Kündbare und wanderte von Genf bis nach Marokko. Nach dieser tiefgehenden Zeit der Selbstbefreiung- und Findung und einem weiteren halben Jahr in Afrika entschied ich direkt nach Berlin zu gehen und meine ach so wichtige Lebenszeit der Kunst zu widmen.