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über mich

Anfangs 2015 erhielt Muk die (Selbst-)Diagnose Temporis Profusio. Davor war sein Leben fast normal: Schule – sehr lange. Mit 22 Jahren Vater. Studium zum Tourismusfachmann. Mit 25 nochmals Vater. Karriere. Hausbesitzer, Autobesitzer, der ganze Konsumwahn halt. Mit 38 geht das Familienidyll in die Brüche. Mit 41 Grossvater. 2014 entstehen die ersten Holzskulpturen. Er mag übrigens die Zahl 72.

Im Herbst 2015 wurden die zuvor analysierten Symptome (Zeitverschwendung) so stark, dass ein Ausstieg erfolgte. Wobei: Das Wort Ausstieg mag Muk nicht. Er ist ja in voller Fahrt, darum nennt er es lieber Umstieg. Es folgten einige Monate als Vagabund wobei er reisend, meditierend, diskutierend, experimentierend und spirituell inspiriert seine innigsten Herzenswünsche erforschte. Dazu gehören: (Holz-)Skulpturen erschaffen, Licht in die Welt bringen (Lampen) und schöne Dinge designen.

Muk wollte ursprünglich Erfinder werden, stellte aber irgendwann fest, dass praktisch alles schon erfunden war; zumindest die Dinge, die er erfinden wollte. Der experimentelle Geist blieb ihm dennoch erhalten, so dass er oft verschiedene Materialien ausprobiert, artfremd einsetzt oder kombiniert. Seine bewusst gewählte Herangehensweise ist ungebunden an klare Vorstellungen. Schönes braucht Freiraum. Darum entstehen seine Objekte vorwiegend in einem Flowprozess. So bekommt Unerwartetes seinen berechtigten Platz. Übrigens: Muk glaubt, dass nicht er die Endform bestimmt, sondern seine Materialien und Werkzeuge erzählen ihm in einem intensiven Austausch, wie sie aussehen wollen.

Dieser ungezwungene Schaffensansatz hat höchstwahrscheinlich mit seinem Namen Muk zu tun, den er schon seit Kindergarten benutzt. In seinen Wanderjahren entdeckte er, dass es eine Verbindung zu den Sankskritbegriffen „mukti“bzw. „mukta“geben muss. Sie bedeuten: Befreiung, Erlösung, Freiheit bzw. der Befreite.